Arbeitsformen in Deutschland

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Beschäftigungsart Definition Voraussetzungen
Ausbildung Durch eine Ausbildung kann man einen speziellen Beruf erlernen. Die Berufsschule vermittelt dem Schüler die Theorie, während er in einem Unternehmen das Gelernte in die Praxis umsetzen kann. Eine Ausbildung dauert meistens zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Im Regelfall machen vor allem jüngere Leute eine Ausbildung. -Beschäftigungserlaubnis notwendig

-Asylbewerber nach drei Monaten Aufenthalt und Zustimmung der Ausländerbehörde -für Personen mit Duldung ist ab dem 1. Tag Zugang zur Ausbildung möglich -Zustimmung der Ausländerbehörde erforderlich

Praktikum Ein Praktikum ist befristet und dient dazu ein Unternehmen und ein Beruf kennen zu lernen. Es soll dabei helfen, praktische Erfahrungen im Beruf zu erlangen und ist oft unbezahlt. Falls das Praktikum besonders gut verläuft, wird manchmal eine Ausbildung oder Festanstellung angeboten. Vor Antritt muss eine Erlaubnis der Ausländerbehörde beantragt werden und es ist fast immer eine Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit (BA) notwendig (Ausnahmen: Pflichtpraktika, Praktika von bis zu 3 Monaten zur Berufsorientierung, ausbildungsbegleitendes Praktikum von bis zu 3 Monaten)
Hospitation Bei einer Hospitation wird eine Einrichtung oder eine Firma besucht. Dort soll der Hospitant den Beruf kennenlernen, indem die Arbeit beobachtet wird. Eine aktive Mitarbeit ist nicht vorgesehen und eine Hospitation ist unbezahlt. Keine Genehmigung muss bei der Ausländerbehörde beantragt werden und keine Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit (BA) notwendig
Minijob Minijobs sind Beschäftigungen, bei denen man nicht mehr als 450 Euro pro Monat verdienen darf. Außerdem ist von vornherein die Dauer des Minijobs bekannt. -Arbeitserlaubnis und Zustimmung der BA

-Anerkannte Flüchtlinge mit Arbeitserlaubnis

Zeitarbeit Die Zeitarbeit ist eine Zusammenarbeit zwischen Zeitarbeitsunternehmen, Zeitarbeiter und Entleihungsunternehmen. In diesem Fall ist das Zeitarbeiterunternehmen der Arbeitgeber und übernimmt daher auch alle Arbeitgeberpflichten. Der Zeitarbeiter wird dann zu einem Entleihungsunternehmen geschickt um zu arbeiten. -Aufenthaltsgestattung oder Duldung

-gleiche Kriterien wie bei einer Festanstellung

Festanstellung Bei einer Festanstellung besteht ein Arbeitsvertrag zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Der Vertrag wird oft auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Arbeitserlaubnis
Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung

(1-Euro-Jobs)

Das Ziel einer Arbeitsgelegenheit ist es, die Arbeitslosen bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Sie ist daher eine zusätzliche Beschäftigung, die nicht im vorhandenen Arbeitsmarkt und mit Hilfe von öffentlichen Geldern angeboten wird. -Arbeitslosengeld II

-für Flüchtlinge eher nicht geeignet

Ehrenamtliche Tätigkeiten Ehrenamtliche Tätigkeiten sind freiwillig und sollen das Gemeinwohl steigern. Ehrenamt ist meistens unbezahlt. Keine
Midijob Midijobs sind im Vergleich zu Minijobs versicherungspflichtig und man darf mehr als 450 Euro, höchstens jedoch 850 Euro verdienen. Siehe Minijob
Freie Mitarbeit Freie Mitarbeiter sind nicht an ein Unternehmen bzw. an einen Arbeitgeber gebunden, erfüllen jedoch Aufträge für ein Unternehmen. Siehe Festanstellung
Probebeschäftigung Mit einer Probebeschäftigung möchte ein Arbeitgeber feststellen, ob man für eine anschließende und längerfristige Beschäftigung geeignet ist. Genehmigung der Ausländerbehörde und Zustimmung der BA erforderlich
Selbstständige Tätigkeit Eine selbstständige Tätigkeit ist nicht abhängig von einem Arbeitsverhältnis. Eine selbstständige Person verwirklicht seine Erwerbsziele in eigener Verantwortung. Erlaubt für Personen mit Duldung, aber nicht für Personen mit Aufenthaltsgestattung

Achtung: Personen mit einer Aufenthaltsgestattung, die verpflichtet sind in einer Landeserstaufnahmeeinrichtung zu wohnen, dürfen grundsätzlich keiner Beschäftigung nachgehen.